Meine dreibeinigen Hunde-Freunde

Heute möchte ich über meine Hundefreunde Roger und Bobby schreiben, die ich beide sehr mag. Sie gehören zum Rudel meiner Züchterin und Zweitmama Sonja. Manche Leute finden dreibeinige Hunde problematisch, weil sie denken, die könnten keinen Spaß mehr haben. Sie meinen, „Es sind ja schließlich Tiere, die viel körperbezogener sind, als Menschen und wenn sie verkrüppelt sind, dann macht ihr Leben keinen Sinn mehr.“ Roger und Bobby beweisen das Gegenteil.

Dreibeinige Hund können rennen und Spaß haben

Dreibeinige Hunde können manchmal schnell rennen. In dem Video jagt mich Lumi und wird dann vom dreibeinigen Bobby überholt. Bobby fehlt ein Hinterbein. Aber man merkt das gar nicht.

Der dreibeinige Hund Roger springt vor Freude
Der dreibeinige Hund Roger springt vor Freude

Auf jeden Fall können dreibeinige Hunde Spaß haben. Das Foto zeigt Roger, wie er sich freut. Ihm fehlt ein Vorderbein. Er hüpft deshalb ein bischen beim Laufen und wird schneller müde. Aber dafür kann er sehr hoch springen und das macht er wenn er sich freut, z.B. wenn es – wie auf dem Bild – etwas Leckeres zum Fressen gibt.

Hunde nehmen körperliche Schwächen nicht so wichtig

Viele Menschen fürchten, Hunde mit einer Behinderung würden von anderen Hunden automatisch gemobbt. Das stimmt so nicht. Wölfe schließen schwache Tiere aus dem Rudel aus, aber die müssen ja auch ums Überleben kämpfen. Bei Haushunden passiert das nicht zwangsläufig. Zunächst einmal ist es Hunden egal, wie einer aussieht, das wichtige ist sein Charakter und sein Sozialverhalten. Wenn einer zur Familie / zum Rudel gehört und der Mensch vorgibt, wie er zu behandeln ist, dann kann sogar das unwichtig werden. Ob er zwei, drei oder vier Beine hat, ist jedenfalls egal.

Bobby liegt verträumt auf dem Sofa
Bobby liegt verträumt auf dem Sofa

Wie die dreibeinigen Hunde ins Rudel kamen

Bobby war schon da, als ich bei Sonja auf die Welt kam. Er hat mit mir gekuschelt und gespielt. Er ist der totale Schmuser. Bei Dorothea oder Sonja schmiegt er sich laufend an. Er liebt es, geliebt zu werden.

Roger kam später dazu. Da war er schon krank und hatte Schmerzen. Sein eines Vorderbein sollte amputiert werden. Eine Tiernothilfe suchte jemanden, der Erfahrung mit dreibeinigen Hunden hat und fand Sonja. Eigentlich sollte sie Roger nur nach der Operation betreuen und dann wollte der Verein einen dauerhaften Platz für ihn finden. Aber dann hat sich der dreibeinige Roger seinen Platz im Rudel erobert. Er ist jetzt derjenige, der schlichtet, wenn zwei streiten und alle mögen ihn. Bei den Welpen und jetzt bei der kleinen Ori hat er mitgeholfen, sie groß zu ziehen.

Roger und Ori
Roger und Ori
Der dreibeinige Hund Roger
Der dreibeinige Hund Roger

Jetzt ist er ganz gesund – abgesehen von dem fehlenden Vorderbein und lacht viel.

Ich bin froh, dass es Bobby und Roger gibt und freue mich jedesmal, wenn wir zu Sonja fahren und wir die beiden treffen.

Was meint ihr dazu?

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